Die Einschulung ist ein sehr spannender und bedeutender Schritt im Leben eines Kindes, mit dem sich aber auch sehr viel verändert. Heutzutage werden die Kleinen bereits im Kindergarten sehr gut auf die Einschulung vorbereitet. Daher brauchen sich weder Kinder, noch Eltern vor dem Grundschulalltag zu fürchten. Einige Kompetenzen kann der Kindergarten jedoch nicht ganz alleine vermitteln und ist auf die Mithilfe und Mitarbeit der Eltern wesentlich angewiesen. Wir zeigen worauf es im Detail ankommt, damit die Kleinen schnell fit für die Grundschule werden.

Schulanfang – ein wichtiger Lebensabschnitt für Eltern und Kind

Für einen erfolgreichen Schulanfang müssen nicht nur Schultüte, Ranzen, Hefte und Co. bereitstehen, sondern es ist auch grundlegend wichtig, das Kind innerlich auf die Schule vorzubereiten. Der Schulanfang ist nämlich eine große Veränderung für das Kind: Es muss auf einmal stillsitzen, aufmerksam zuhören und konzentriert arbeiten. Das kann für den ein oder anderen durchaus eine große Herausforderung werden.

Und wie steht es um soziale Kompetenzen? Traut sich das Kind neugierig Fragen zu stellen? Wie kann das Kind mit Kritik umgehen? Traut es sich die eigene Meinung zu äußern? Kommt das Kind gut mit anderen zurecht? Solche und ähnliche Fähigkeiten sind laut Pädagogen um einiges wichtiger als bereits vor dem Schulanfang Schreiben, Lesen und Rechnen zu können. Es geht um zentrale Fähigkeiten wie Selbstständigkeit, Konzentration, Geduld, Verantwortungsbewusstsein und Selbstvertrauen. Diese Kompetenzen müssen bei den kleinen Abc-Schützen bereits vor dem Grundschulstart trainiert und gefördert werden.

Mit einigen Tipps gelingt der Start in die Grundschule problemlos
© pixabay – Fit für die Grundschule werden.

Koordination – die Körperbeherrschung und Motorik des Kindes fördern

Ein gutes Körpergefühl und ausgeprägte motorische Fähigkeiten braucht das Kind beispielsweise beim Spielen in der Gruppe, beim Basteln sowie beim Sportunterricht. Um Schreiben erlernen zu können, ist besonders die Feinmotorik grundlegend wichtig. Diese motorischen Fähigkeiten bilden sich grundsätzlich über die gesamte Kindheit aus und müssen bereits sehr frühzeitig von den Eltern aktiv gefördert werden. Bereits kleine Alltagsaufgaben können bei der Ausbildung der feinmotorischen Fähigkeiten weiterhelfen, so beispielsweise Bilder ausmalen ohne über den Rand hinaus zu gelangen, mit Gabel und Messer essen, Schleifen binden oder Zähne putzen.

Gehen Sie zudem mit dem Kind regelmäßig auf den Spielplatz und ermutigen Sie es dazu, aktiv zu sein: Schwimmen, Fahrradfahren, Klettern, Seilspringen, Hüpfen und Balancieren: In der freien Natur zu spielen macht nicht nur großen Spaß, sondern hält auch gesund, fördert die Körperkoordination und macht somit fit für den Schulstart.

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Aufmerksamkeit und die notwendige Geduld – zentrale Kompetenzen für einen gelungen Schulanfang

Kinder sind einzigartig und individuell: Manche sind sehr still und ruhig, andere wiederum haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang. In der Schule sind jedoch Konzentration, Geduld und aufmerksames Zuhören gefragt, denn das ist die Grundlage für erfolgreiches Lernen. Bastelarbeiten, Rätsel oder Geduldsspiele können hier effektiv helfen, diese Fähigkeiten beim Kind zu fördern. Auch Memory oder Puzzles eignen sich hervorragend. Integrieren Sie auch in Ihrem Alltag feste Regeln, damit das Kind lernt, ihm aufgetragene Aufgaben sorgfältig und aufmerksam zu erledigen, so beispielsweise: Der Tisch ist erst sauber, wenn alle Krümel entfernt worden sind. Auch feste Tischregeln helfen dem Kind zu lernen, geduldig und still zu sitzen.

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Kritikfähigkeit – lernen mit Rückschlägen richtig umzugehen

Kinder müssen frühzeitig lernen, mit Kritik und mit Rückschlägen umzugehen. Es ist wichtig, dass sie nicht gleich die Motivation verlieren und die Flinte ins Korn werfen, wenn es mal nicht nach ihren Vorstellungen geht. Auch in diesem Zusammenhang spielt Geduld eine sehr wichtige Rolle. Es geht darum, sich weiterhin anzustrengen, auch wenn zum Beispiel ein Schulfach nicht gerade das Lieblingsfach ist.

Besonders wichtig, ist hier jedoch, wie Eltern und Lehrer die Botschaft an das Kind formulieren. Der Ton macht hier die Musik: „Das hast du schlecht gemacht“ ist eine kontraproduktive Aussage. Besser geeignet sind Formulierungen wie zum Beispiel: Ich weiß, dass du das deutlich besser kannst, wenn du dich konzentrierst und sorgfältig arbeitest.“ Ebenso müssen Kinder beim Spielen lernen, auch mal der Verlierer zu sein. Eine Niederlage ist kein Weltuntergang und gehört zum Leben einfach mit dazu. Das Kind muss erkennen, dass es aus Fehlern und Niederlagen viel lernen und somit einen persönlichen Gewinn für sein weiteres Leben mitnehmen kann.

Verantwortung übernehmen – mehr Selbstständigkeit und Eigenständigkeit fördern

Es ist sehr wichtig, Kinder zur Selbstständigkeit zu erziehen, denn in der Grundschule müssen sie ihre Aufgaben und Hausarbeiten eigenständig erledigen. Eine weitere Schlüsselkompetenz ist, eigene Verantwortung zu übernehmen. Geben Sie ihrem Kind ruhig die Verantwortung für die ein oder andere Aufgabe im Haushalt wie beispielsweise den Tisch nach dem Essen abzuwischen. Auch beim Wocheneinkauf können Sie das Kind aktiv miteinbeziehen: Teilen Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter zwei Dinge von der Einkaufsliste zu, die es im Supermarkt selbstständig suchen und in den Einkaufswagen legen soll. Hierdurch bekommen die Kleinen ganz deutlich das Gefühl, wichtig zu sein und etwas schon alleine zu können. Es tut ihnen gut, wenn sie merken, dass sie eine Aufgabe gut bewältigt haben. Das motiviert für die Zukunft und für neue Aufgaben.

Ein besonders wichtiger Aspekt in der frühkindlichen Erziehung ist auch, das Kind zur Eigenverantwortung für seine Sachen zu erziehen: So muss es beispielsweise selbst auf seine Jacke, seine Schuhe oder seinen Turnbeutel aufpassen.

Ordnung muss sein – vom Kinderzimmer, bis zum Schulranzen

Bereits in der Grundschule ist es sehr wichtig, dass Kinder ihre Hefte ordentlich führen. Auch der Schulranzen muss richtig gepackt sein, damit das Kind am nächsten Schultag alles Wichtige mit dabei hat. Eltern können eine Checkliste erstellen, mit Dingen, die unbedingt für den nächsten Tag eingepackt werden müssen. Das hilft effektiv dabei, nichts zu vergessen.

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Selbstbewusstsein – eigene Emotionen zum Ausdruck bringen

Kinder müssen schon sehr früh lernen, ihre Emotionen und Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und auch darüber zu sprechen. Das ist eine Kompetenz die für das gesamte Leben äußerst wichtig ist. Es hilft Kindern, wenn sie sehen, dass Eltern selbst über ihre Gefühle sprechen und diese auch begründen: „Ich möchte das nicht, weil…“. Nur wenn Kinder lernen ihre eigenen Gefühlszustände richtig einzuordnen, können sie auch Verständnis für die Emotionen anderer aufbringen: Auf diese Weise wird die Fähigkeit der Empathie geschult. Wenn Eltern mit ihren Kindern über Gefühle sprechen möchten, sollten sie komplexere Formulierungen und Fragen verwenden, so beispielsweise:

  • Was war heute so lustig?
  • Was hat dir in der Schule heute am besten gefallen?
  • Warum warst du traurig?

Auf diese und ähnliche Fragen müssen Kinder ausführlicher antworten. Sie merken, dass sie als Person mit all ihren Emotionen, Ängsten und Sorgen ernstgenommen werden und entwickeln somit ein eigenes Selbst.

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Fit für die Grundschule – spielend auf die Einschulung vorbereiten

Die Grundschule ist genau dazu da, um Kindern das Lesen, Rechnen und Schreiben beizubringen. Es ist somit absolut kein Problem, wenn Kinder das zum Grundschulstart noch nicht können. Es reicht völlig aus, den eigenen Namen schreiben zu können oder bis zwanzig zu zählen. Sicher darf dem Kind auch mehr beigebracht werden, vorausgesetzt natürlich, dass es ohne Druck und Zwang geschieht. Es ist von großer Bedeutung, dass Kinder Spaß am Lernen und Entdecken haben. Eltern können ihren Kindern beispielsweise regelmäßig Geschichten vorlesen und somit bei den Kleinen die Lust auf das Lesenlernen wecken.

Auf die Grundschule können sich Kindern auch spielend vorbereiten. So können sie mit ihren Freunden oder mit Mama und Papa Schule spielen. Auf diese Weise bekommen Kinder bereits einen Einblick in den Schulalltag und werden spielend fit für die Grundschule.

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Begeisterung fördern – gut gelaunt für einen erfolgreichen Schulanfang

Bevor es mit der Grundschule richtig losgeht, sollte die Begeisterung bei den Kleinen gefördert werden. Nicht selten stehen Kinder der Schule nämlich mit gemischten Gefühlen gegenüber: Sie müssen liebgewonnene Kindergartenfreunde zurücklassen und nun die Leistung in den Vordergrund stellen. Auf diese Weise können Schulängste entstehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, bei Kindern die Vorfreude zu wecken: Kaufen Sie beispielsweise gemeinsam Sachen für die Schule und lassen Sie das Kind alle Dinge aussuchen: Vom Federmäppchen, über den Schulranzen bis hin zu den Turnsachen.